ASG 106 – 0,72 kV Einteiliger Durchsteck-Stromwandler für Innenraumanwendung; für Verrechnung

Produktbild ASG 106

Beschreibung:

ASG 106

Rohrstab-Stromwandler, PU-vergossen;
Mess- und Schutzwandler in einem Gehäuse 0,72 kV

Merkmale / Nutzen

  • Rohrstabstromwandler der je nach Auslegung mit bis zu 4 Messsystemen in einem Gehäuse ausgeführt werden kann
  • Kombination von Messwandlern und Schutzwandlern in einem Gehäuse möglich
  • Nennspannung 0,72/3/- kV; bei entsprechender Isolation kann
    der Stromwandler auch oberhalb 0, 72 kV eingesetzt werden.
  • Primärstrombereiche 40 A … 1250 A – Sekundärströme 1 A, 2 A oder 5A
  • Nennleistungen 2,5 VA … 30 VA
  • Genauigkeitsklassen Messwandler 0,2S; 0,2; 0,5S; 0,5; 1; 3
  • Überstrombegrenzungsfaktor für Messkerne: FS5 oder FS10
  • Genauigkeitsklassen Schutzstromwandler SP / 1 OP / PX

 

Abmessungen:

Primärleiterdurchmesser: 106 mm
Baubrerte: 190 mm
Wandlertiefen: SO, 100,170,214 mm

Details zu den Abmessungen finden Sie
auf der nächsten Seite.

 

Technische Daten:

Therm. Nenndauerstrom lcth 1,2 x IN
andere Werte auf Anfrage
Therm. Nennkurzzeitstrom lth 25 kA, 3 Sek.
andere Werte auf Anfrage
Dynamischer Bem.-Stoßstrom ldyn 2,5 x Ith
Max. Betriebsspannung Um 0,72 kV
lsolationsprüfspannung 3 kV, Ueff, 50 Hz, 1 Min.
Nenn-Frequenz 50 Hz
andere Werte auf Anfrage
Isolierstoffklasse F
Angewandte technische Normen DIN EN 61869, Teil 1 + 2

 

 

Weitere Informationen:

  • Messsysteme in Polyurethanharz vollvergossen
  • Der Vollverguss und die verwendeten, hochwertigen Werkstoffe ermöglichen den Einsatz unter erhöhten klimatischen und mechanischen Beanspruchungen (z.B. generatomaher Betrieb)
  • Vergussmaterial mit hoher Brandsicherheit (UL94-VO)
  • Wandler typgeprüft durch Siemens AG
  • Stromwandler des Typs ASG 106 sind für den Einsatz in Niederspannungsschaltanlagen vorgesehen. Darüber hinaus gibt es Anwender, welche diesen Stromwandler bei entsprechender Isolation des Primärleiters auch in Mittelspannungsschaltanlagen einsetzen.
  • Messkerne mit PTB-Bauartzulassung lieferbar
  • 4 unterschiedliche Gehäusebautiefen ermöglichen die Realisierung variabler Kundenanforderungen
  • Reduzierung des externen Verdrahtungsaufwandes durch fest angeordnete, flexible
    CU-Sekundär-Anschlussleitungen (3,6 m, 4 mm2, andere Längen und Nennquerschnitte auf Anfrage)
  • Flexible Sekundäranschlussleitungen werden durch zusätzlich angebrachten Gewebeflechtschlauch mechanisch geschützt
  • Einfluss der Anschlussleitungslänge wird bei der Auslegung der Messsysteme berücksichtigt
  • Arbeitstemperaturbereich: -5°C < T < +60°C
  • Lagertemperaturbereich: -25°C < T < +70°C
  • Gehäusematerial: ABS, selbstverlöschend, UL 94-VO • Wandlerbefestigung mittels zwei Stück (optional 4 Stück) Sechskantschrauben M8x30
  • Verpackungseinheit: 1 Stk.
  • Zolltarifnummer: 85043129

Teilentladungen

Teilentladungsanforderungen gelten für Messwandler mit Um ≥ 7,2 kV.

Teilentladungs-Prüfspannungen und zulässige Pegel für Spannungswandler

Art der Sternpunkterdung Art des Spannungswandlers Teilentladungs-Prüfspannung (Effektivwert) in kV Zulässiger Teilentladungspegel²⁾ in pC
Art der Isolierung
flüssigkeits- oder gasisoliert Feststoff
Sternpunkt geerdet¹⁾ (Erdfehlerfaktor ≤ 1,4) einpolig isoliert Uₘ
1,2 Uₘ / √3
10
5
50
20
Sternpunkt geerdet¹⁾ (Erdfehlerfaktor ≤ 1,4) zweipolig isoliert 1,2 Uₘ 5 20
Sternpunkt isoliert oder nicht wirksam geerdet¹⁾ (Erdfehlerfaktor > 1,4) einpolig isoliert 1,2 Uₘ
1,2 Uₘ / √3
10
5
50
20
Sternpunkt isoliert oder nicht wirksam geerdet¹⁾ (Erdfehlerfaktor > 1,4) zweipolig isoliert 1,2 Uₘ 5 20

¹⁾ Wenn die Art der Netzerdung nicht angegeben ist, gelten die Werte für den isolierten oder nicht wirksam geerdeten Sternpunkt. ²⁾ Der zulässige Teilentladungspegel gilt auch für von der Bemessungsfrequenz abweichende Frequenzen.

 

Bezeichnungen der Spannungswandler-Anschlussklemmen

Die Anschlüsse der Primärwicklungen sind mit „A”, „B” und „N” bezeichnet, die Anschlüsse der Sekundärwicklungen werden mit den entsprechenden Kleinbuchstaben „a”, „b” und „n” bezeichnet.
Die Buchstaben „A” und „B” kennzeichnen die vollisolierten Anschlüsse und der Buchstabe „N” bezeichnet einen Anschluss, der für die Erdung vorgesehen ist und dessen Isolierung geringer ist als die der anderen Anschlüsse.

Die Kennzeichnung „da” und „dn” bezeichnet die Anschlüsse der Wicklung zur Erdschlusserfassung.

 

Höchste Spannung für Betriebsmittel Um Effektivwert (kV) der höchsten Leiter-Leiter-Spannung, für die ein Messwandler im Hinblick auf seine Isolation bemessen ist.
Bemessungs­Spannungsfaktor [Fv] Mulliplikationsfaktor der auf die primäre Bemessungsspannung anzuwenden Ist, zur Bestimmung der höchsten Spannung, bei der ein Wandler eine festgelegte Dauer den entsprechenden thermischen Anforderungen und den entsprechenden Anforderungen an die Messgenauigkeit entsprechen muss.

Bei einpolig isolierten Spannungswandlern liegt der Bemessungs-Spannungsfaktor üblicherweise bei 1,9 • UN/ 8h und bei allen Spannungswandlern bei 1,2 • UN/ dauernd.

Thermische Grenzleistung Wert der Scheinleistung bei Bemessungsspannung, der an einer Sekundärwicklung entnommen werden kann, ohne die Grenzwerte der Übertemperatur zu überschreiten.
Betrieb von Spannungswandlern Spannungswandler dürfen im Gegensatz zu Stromwandlern niemals sekundärseitig kurzgeschlossen werden! Die erdseitige Klemme der Primärwicklung (N) muss im Klemmenkasten wirksam geerdet werden und darf im Betrieb nicht entfernt werden.
Erdung von Sekundärklemmen Gemäß DIN VDE 0141 (01/2000) Absatz 5.3.4, sind Strom- und Spannungswandler für Nennspannungen ab Um = 3,6 kV sekundärseitig zu erden.
Die Ausführung der Erdungsanschlüsse ist ab der Baureihe 1 ON vorgeschrieben.

 

 

Fehlergrenzwerte für Spannungswandler der Klassen 0,2 … 3 gemäß DIN EN 61869, Teil 3

Bel Bemessungsfrequenz und bei Belastung der Bemessungsbürde zwischen 25 °/4 und 100 % bei einem Leistungsfaktor von cos β = 0,8 (induktiv) darf der Spannungsfehler und der Fehlwinkel die in der nachfolgenden Tabelle angegeben Werte zwischen 80 % und 120 °/4 der Bemessungsspannung nicht überschreiten.

Klassengenauigkeit Spannungsfehler εu
± %
Fehlwinkel Δ φ
± min
0,2 0,2 10
0,5 0,5 20
1 1 40
3 3 –

 

 

Fehlergrenzwerte der Spannungswandler für Schutzzwecke

Bei Bemessungsfrequenz und bei Belastung der Bemessungsbürde zwischen 25 °/4 und 100 % bei einem Leistungsfaktor von cos ß = 0,8 (induktiv) darf der Spannungsfehler und der Fehlwinkel die in der nachfolgenden Tabelle angegeben Werte bei 5 % der Bemessungsspannung und bei der Bemessungsspannung multipliziert mit dem Bemessungsspannungsfaktor nicht überschreiten.

Bei 2 % der Bemessungsspannung sind die Grenzwerte des Spannungsfehlers und des Fehlwinkels doppelt so hoch wie nachfolgend angegeben.

Klassengenauigkeit Spannungsfehler εu
± %
Fehlwinkel Δ φ
± min
3P 3,0 120
6P 6,0 240

 

 

Spannungswandler – Technische Begriffe

Spannungswandler sind Spezialtransformatoren zur proportionalen Umsetzung von hohen Primärspannungen auf direkt messbare, kleinere Sekundärspannungswerte. Bedingt durch ihren konstruktiven Aufbau, sowie ihr physikalisches Wlrkprinzip, wird eine sichere galvanische Trennung zwischen Primärkreis und Messkreis erzielt.

Einpolig isolierte Spannungswandler Einphasiger Spannungswandler für Leiter-Erd-Spannung, bei dem ein Ende der Primärwicklung zur direkten Erdung vorgesehen Ist.
Zweipolig isolierte Spannungswandler Spannungswandler für Leiter-Leiter-Spannung, bei dem alle Teile der Primärwicklung einschließlich der Anschlüsse auf einem Pegel entsprechend dem Bemessungsisolationspegels gegen Erde isoliert sind.
Wicklung zur Erdschlusserfassung Wicklung eines einphasigen Spannungswandlers, die in einem Satz von drei einphasigen Wandlern zum Anschluss im offenen Dreieck vorgesehen ist, um

  1. bei Erdschlussbedingungen eine Verlagerungsspannung zu erzeugen
  2. Kippschwingungen zu dämpfen (Ferroresonanzen)’

Bitte beachten: Beim Anschluss im offenen Dreieck darf nur bei einem Wandler die Hilfswicklung geerdet werden, da es ansonsten zu einem Kurzschluss kommt.

Primäre + Sekundäre Bemessungsspannung Wert der Primär- bzw. Sekundärspannung, die auf dem Leistungsschild des Wandlers angegeben wird und auf dem sein Betriebsverhalten basiert.
Bemessungsübersetzung Verhältnis der primären Bemessungsspannung zur sekundären Bemessungsspannung. Die Bemessungsübersetzung eines Spannungswandlers wird auf dem Leistungsschild als ungekürzter Bruch angegeben.
Bürde Impedanz des Sekundärkreises, ausgedrückt in Ohm mit Angabe des Leistungsfaktors.
Hinweis: Die Bürde wird üblicherweise als Scheinleistung in VA ausgedrückt.
Bemessungsbürde Wert der Bürde, auf dem die Genauigkeitsangaben des Spannungswandlers beruhen.
Bemessungsleistung Wert der Scheinleistung (in [VA] bei festgelegtem Leistungsfaktor), die der Wandler bei sekundärer Bemessungsspannung und Bemessungsbürde an den Sekundärkreis abgeben kann.
Bemessungsfrequenz Wert der Frequenz, welcher der Bemessung des Spannungswandlers zugrunde liegt.
Genauigkeitsklasse Angabe für einen Spannungswandler, dessen Messabweichungen unter vorgeschriebenen Anwendungsbedingungen, innerhalb festgelegter Grenzen liegen.
Fehlwinkel [Δ φ] Winkeldifferenz zwischen dem primären und sekundären Spannungszeiger. Dabei ist die Richtung der Zeiger so gewählt, dass bei einem idealen Stromwandler der Fehlwinkel gleich Null ist.
Spannungsmessab­weichung
(Übersetzungsfehler)
Messabweichungen, die ein Spannungswandler bei der Messung einer Spannung verursacht und die sich daraus ergeben, dass die tatsächliche Übersetzung von der Bemessungs-Übersetzung abweicht.
Die in Prozent ausgedrückte Spannungsmessabweichung wird nach folgender Formel berechnet:εu [%] = (kr ∙ Us ﹣ Up  / Up) ∙100εu = Spannungsabweichung in %
kr = Bemessungsübersetzung
Up = tatsächliche primäre Spannung
Us = tatsächliche sekundäre Spannung, wenn Up unter Messbedingungen fließt

 

 

Maßbilder:

ASG 106 Maßbilder

 

Gehäusetiefe x* 50mm 100mm 170mm 214mm
Maß y (optional!) – 85mm 155mm 199mm

* Maß x + y abhängig von Art und Anzahl der installierten Messsysteme.

 

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